Galvanische Feinstromtherapie

In unserem Körper wirken ständig feinste elektrische Ströme. Ob Herz, Gehirn oder Nerven, Leben wird immer auch durch elektrische Vorgänge gesteuert, bis in jede Zelle hinein. Wir sind also auch „elektrische Wesen“ und genau dies ist der therapeutische Ansatz der Galvanischen Feinstromtherapie, einer seit über 150 Jahren bewährten und gut dokumentierten Heilmethode. Neben dem klinischen Anwendungsbereich kommt sie seit 1896 auch in der Heimanwendung zum Einsatz. Sie ist nicht zu verwechseln mit anderen Elektrotherapien wie Reizstrom, Zapper, TENS und der galvanischen Krebstherapie (ECT).

Der galvanische Feinstrom wird als Gleichstrom von einer Batterie erzeugt. Durch die Unabhängigkeit vom Stromnetz fließt der Strom schwankungsfrei und kann sehr fein dosiert werden. Er wird überwiegend im Milli-Ampere-Bereich (0,1 bis 0,2 mA) angewendet, nur in besonderen Fällen, z. B. Muskelschwäche, in höheren Bereichen bis zu 4 mA.

Die Galvanische Feinstromtherapie wirkt erfahrungsgemäß ganzkörperlich regenerierend, aufbauend, harmonisierend und wird auch in der Schmerztherapie eingesetzt. Sie regt die Selbstheilungskräfte an und ist mit anderen Therapieverfahren sinnvoll kombinierbar.

Die Galvanische Feinstromtherapie wird nach eingehender Beratung in der Praxis überwiegend als Heimanwendung durchgeführt. Die verwendeten Geräte sind unkompliziert und leicht zu bedienen. Stromstärke, Durchströmungsgebiet, Anwendungsdauer und Anwendungsintervall werden in der Praxis individuell festgelegt. Regelmäßige und langfristige Anwendung hat die besten Erfolgsaussichten.