Burnout

Ausgebrannt

Während besonders anstrengender Lebensphasen kann es leicht passieren, dass wir uns selbst aus den Augen verlieren.

Wir haben Aufgaben zu erfüllen, Ziele zu erreichen, diversen Belastungen standzuhalten und wir wollen es gut machen und richtig. Es fällt uns nicht schwer, unser Erholungsbedürfnis zurückzustellen, denn es geht ja auch so und wir haben dafür wirklich keine Zeit. Abschalten? Wozu? Die Anspannung aufrechtzuerhalten, gibt uns im wahrsten Sinne des Wortes Halt, wir fühlen uns sicherer, wenn wir nicht nachlassen.

Wir sind ständig müde und zunehmend erschöpft, empfinden kaum noch Freude. Trotzdem funktionieren wir, denn wir werden gebraucht und müssen tun, was getan werden muss. Wenn wir es nicht tun, wer dann?

Auf längere Sicht verbrauchen wir weit mehr Energie als wir wieder auftanken; wir verausgaben uns.

Die Fähigkeit zur Regeneration bleibt irgendwann auf der Strecke, das Abschalten haben wir jetzt regelrecht verlernt. Selbst wenn wir wollen und uns die Zeit nehmen, der Schlaf ist nicht erholsam, vielleicht stellt er sich gar nicht mehr richtig ein.

Zur anhaltenden Erschöpfung kommen nun vielleicht Nervosität, Reizbarkeit, Kopf-, Rücken- oder Gelenkschmerzen, wiederkehrende Infekte, Magen-Darm-Probleme, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Beklemmungsgefühle, die Angst machen. Gefühle von Sinnlosigkeit und Schwere begleiten uns, das morgendliche Aufstehen wird zum Kraftakt. Wagen wir einen Blick nach innen, erwartet uns Leere.

Richtungswechsel

Manchmal ist erst dies der Punkt, an dem aus der Ahnung, dass etwas Grundsätzliches nicht mehr stimmt, eine Erkenntnis wird. Die Warnsignale des Körpers sind nicht mehr zu ignorieren.

Das ist unsere Chance, innezuhalten und genau hinzusehen. Dafür braucht es all unseren Mut. Sind wir bereit, ehrlich zu uns selbst zu sein, uns unserer jetzigen Situation selbstkritisch zu stellen, vielleicht schmerzhafte Entscheidungen zu treffen und uns zu verändern?

An welchem Punkt der Burnout-Spirale wir uns auch befinden, ein Ausstieg ist möglich, wenn wir ihn uns im tiefsten Innern erlauben.

Neue Wege

So wie bisher kann es nicht weitergehen. Und nun?

Am Burnout-Syndrom zeigt sich besonders deutlich, wie eng Körper, Geist und Seele verbunden sind. Alle drei Ebenen bedürfen intensiver Zuwendung, damit wir uns selbst wieder wahrnehmen, innere Knoten entwirren und wieder klar sehen, Kraft schöpfen und Zukunftsperspektiven entwickeln können.

Da wir uns so weit von uns selbst entfernt haben, gelingt ein Einstieg in diesen Prozess oft nicht im Alleingang. Es kann sehr hilfreich sein, mitfühlende therapeutische Begleitung in Anspruch zu nehmen, z. B. psychologisch/psychotherapeutisch, in Form von Coachings oder auch spiritueller Anleitung. Wenn wir uns auf die Suche machen, finden wir die Menschen und Methoden, die zu uns passen und uns weiterhelfen.

Die Ursachen für einen Burnout liegen meist tiefer als in einer bestimmten überfordernden Situation im Privat- oder Berufsleben. Sind wir wieder mit uns selbst in Kontakt, können wir herausfinden: Was können oder wollen wir nicht sehen, nicht fühlen? Gibt es etwas, wovon wir uns verabschieden müssen? Fehlt etwas in unserem Leben, das gelebt werden möchte, damit es wirklich unser Leben ist? Ist etwas zu verändern, das wir für nicht änderbar halten? Was brauchen wir, um es tun zu können?

Die Naturheilkunde kann uns auf allen drei Ebenen hilfreich unterstützen. Sie kennt wirkungsvolle Mittel und Methoden zur Regeneration körperlicher Ressourcen (Stichwort Nebennierenerschöpfung) und Behandlung körperlicher Beschwerden, kann Spannungs- und Unruhezustände ausgleichen, heilsame Erkenntnisprozesse sanft anregen und uns seelisch stabilisieren helfen.

Ein Burnout, als Lebenskrise verstanden, birgt die Chance, unseren Lebenskurs zu korrigieren, wieder zu uns selbst zu finden und uns neu auszurichten.

Wenn wir es nicht tun, wer dann?

Ich bin für Sie da, wenn sie auf eine Burnout-Situation zusteuern oder bereits mittendrin sind und Rat und Unterstützung suchen.

„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird,
aber soviel kann ich sagen: Es muß anders werden, wenn es gut werden soll.“
Georg Christoph Lichtenberg