Apitherapie

Die heilkundliche Anwendung von Bienenprodukten zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen wird Apitherapie genannt (Apis = Biene).

Man kann bereits ins Staunen kommen, wenn man Bienenprodukte nur von ihrer Wirkstoffseite her betrachtet. Doch öffnen wir uns dem Wesen der Biene selbst, können wir noch mehr entdecken. Es liegt etwas Zauberhaftes in der Weisheit und unbeirrbaren Beharrlichkeit, mit der dieses zarte Wesen jede seiner Tätigkeiten auf die natürliche Harmonie ausrichtet, in der das Bienenvolk zu leben bestrebt ist. Möglich ist dies nur in freier Natur oder einer Betriebsweise, bei der im Einklang mit den Bedürfnissen der Biene geimkert wird.

Darf die Biene so leben, wie es ihrem Wesen entspricht, wirkt ihre harmonisierende Energie im Sinne einer lebendigen Heilkraft auch durch ihre Produkte, die sie großzügig mit uns zu teilen bereit ist. Ich wende die Apitherapie mit großer Dankbarkeit an.

Die Biene ist untrennbar mit der Menschheitsgeschichte verbunden und ihre Produkte genießen weltweit hohe Achtung in der Volksheilkunde und den traditionellen Medizinsystemen. In jüngerer Zeit sind sie zunehmend auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und eine Vielzahl von Studien bestätigen etliche ihrer altbekannten gesundheitsfördernden Wirkungen.

In natürlicher unverfälschter Qualität sind Bienenprodukte Heilmittel von unschätzbarem Wert, die viele Erkrankungen positiv beeinflussen können. Die Apitherapie verwendet unter anderem:

  • Blütenpollen, als eines der komplettesten bekannten Nahrungsmittel
  • Bienenbrot, den von den Bienen milchsauer vergorenen, in den Waben konservierten Pollen
  • Propolis, das Kittharz der Bienen, eines der stärksten natürlichen Antiseptika
  • Gelèe Royal, den kostbaren Weiselfuttersaft, bekannt für seine zellregenerierenden Eigenschaften
  • Drohnenlarven (Apilarnil), quasi das männliche Pendant zum Gelèe Royal, vitalisierende Kraftnahrung für Wachstum, Sport und Rekonvaleszenz
  • die ebenfalls an wertvollen Inhaltsstoffen reiche Bienenstockluft mit ihrem positiven Einfluss auf Atemwege und Immunsystem
  • das pflegende und wärmende Bienenwachs
  • Bienengift, dessen Anwendung in der Medizin unter anderem bei Rheuma, Gicht und Erkrankungen des Nervensystems eine lange Tradition hat
  • und natürlich Honig, den energiereichen Tausendsassa der Apitherapie, der seine Heilkraft sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet entfaltet

Die verschiedenen Bienenprodukte sind in Zusammensetzung und Wirkweise hochkomplex. Sie können frisch, (gefrier)getrocknet, fermentiert, pur oder gemischt, in Form von Tinkturen, Lösungen, Zäpfchen, Kapseln, Salben, Auflagen, Ohrkerzen, Trink- und Injektionsampullen bis hin zu Inhalationen angewendet werden – und diese Aufzählung ist bei weitem nicht vollständig.

Die Einsatzgebiete der Apitherapie in Prophylaxe, Therapie und Regeneration sind dementsprechend vielfältig:  Infektabwehr, Entgiftung, Wundbehandlung, Erkrankungen der Atemwege, des Urogenitaltrakts, des Hormon- und Nervensystems, des Bewegungsapparates, des Immunsystems, des Stoffwechsels und auch Kosmetikanwendungen gehören dazu.

Apitherapeutische Anwendungen in der Praxis sind u. a.:

Honigmassage

Die intensiv entgiftende Wirkung der Russisch-tibetischen Honigmassage beruht auf der Heilkraft des Honigs in Verbindung mit einer speziellen Massagetechnik.

Der Honig mit seinen hochwertigen Inhaltsstoffen regt Hautstoffwechsel, Blutzirkulation und Lymph­fluss an. Massage und Klebkraft des Honigs lösen tief im Gewebe eingelagerte Abfall­stoffe und Gifte und arbeiten sie über die Haut heraus, was während der Behandlung unmittelbar sichtbar wird.

Über die Reflexzonen und Akupressurpunkte des Rückens wirkt die Honigmassage harmonisierend auf die Organfunktionen und den Energiefluss im Körper.

Auch emotionaler Ballast, der uns oft schmerzhaft in Nacken, Schultern oder Kreuz sitzt, kann sich lösen.

Die Honigmassage wirkt

  • entgiftend, entschlackend
  • hautnährend- und straffend
  • harmonisierend
  • regenerierend
  • vitalisierend
  • schmerzlindernd
  • durchblutungsfördernd
  • lymphflussanregend
  • stoffwechselaktivierend
  • blockadelösend
  • entspannend

Anwendungsgebiete:

  • Immunschwäche
  • Erschöpfungszustände
  • Verspannungen
  • Rückenbeschwerden
  • Chronische Schmerzen
  • Migräne
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Gelenkerkrankungen
  • Cellulite
  • Entgiftung/Entschlackung, auch im Rahmen von Kuren und begleitend zu anderen Therapien

Um die Wirkung der Honigmassage voll auszuschöpfen, empfiehlt sich eine Serie von 5 bis 10 Behandlungen mit einer Behandlung pro Woche. Zur Prävention einmal im Monat.

Propolisinhalation

Propolis wirkt u. a. antibakteriell, antiviral, antimykotisch und entzündungshemmend. Die Inhalation natürlicher Propolisdämpfe kann deshalb hilfreich sein bei Erkrankungen der Atemwege wie

  • Erkältungen, Schnupfen, Husten
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Bronchitis
  • Allergien
  • Asthma
  • Pseudokrupp
  • COPD
  • sowie zur Infektprophylaxe in der kühleren Jahreszeit
  • und zur Stärkung des Immunsystems

Ohrkerzen

Die Anwendung von Ohrkerzen ist aus den Heiltraditionen verschiedenster Kulturen überliefert. Beim Abbrennen einer Ohrkerze wird das Ohrinnere angenehm erwärmt. Durchblutung und Lymphfluss werden angeregt. Es entsteht ein leichter Unterdruck, der eventuelle Ablagerungen im Gehörgang sanft herauszieht.

Die Anwendung wirkt

  • durchwärmend
  • reinigend
  • durchblutungsfördernd
  • lymphflussanregend
  • druckausgleichend
  • schmerzlindernd
  • entspannend

Es werden immer beide Ohren behandelt. Eine kurze Massage der Ohrmuscheln geht der Behandlung voraus. Die Ohrkerze wird vorsichtig in den äußeren Gehörgang eingedreht, angezündet und während des gesamten Abbrennvorgangs von mir gehalten. Sie genießen die sanfte Erwärmung, das leise Knistern der Flamme und den wohltuenden Duft von Bienenwachs und ätherischen Ölen.

Anwendungsgebiete:

  • Ohrenschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Schwerhörigkeit
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Erkrankungen der Nasennebenhöhlen
  • Druckempfindungen im Kopfbereich
  • Kopfschmerz
  • Stress, Schlafstörungen
  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens

Für weitere Informationen sprechen Sie mich gerne an.